 | EILINFOS: Brand eines Gebäudetraktes eines abgeschieden gelegenen Hofes in Köln-Brück |
Am Samstagabend, 02. Januar 2010 wurde die Leitstelle der Feuerwehr Köln um 16.45 Uhr über den Brand eines abgeschieden gelegenen Hofs am Brücker Mauspfad im Übergang zum Rather Mauspfad informiert.
Unverzüglich wurden der Löschzug und der Rettungswagen der nächst gelegenen Feuerwache Ostheim, ein Löschfahrzeug der Feuerwache Mülheim, ein Einsatzleitwagen und die Löschgruppe Brück der Freiwilligen Feuerwehr mit allein zwei Löschfahrzeugen und einem Schlauchwagen alarmiert. Auf dem etwa 500 Meter von der Straße entfernten, aus zwei Gebäuden bestehenden Hof brannte ein etwa 20 Meter langer Gebäudeteil. Das Feuer hatte sich im Dach auf ganzer Länge ausgebreitet und drohte auf weitere Gebäude überzugreifen. Überdies war der nächste Hydrant erst in großer Entfernung am Mauspfad und der Hof nur über einen einspurigen Feldweg ohne Möglichkeit zur Fahrzeugbegegnung am Ende einer Sackgasse zu erreichen. Daher wurden in kurzer Folge die Alarmstufe auf „Feuer 3" erhöht und weitere zwei Löschzüge, die sich aus Fahrzeugen der Feuerwachen Mülheim, Deutz und Porz zusammensetzten, sowie der Rüstwagen der Feuerwache Marienburg, der Gerätewagen-Atemschutz der Feuerwache Innenstadt sowie zwei Einsatzleitwagen der Branddirektion alarmiert.
Zur Brandbekämpfung wurden im Inneren des betroffenen Gebäudetraktes sowie von außen mehrere Strahlrohre unter anderem von einer Drehleiter eingesetzt. Um diese auch über längere Zeit mit Löschwasser speisen zu können, wurde von der Löschgruppe Brück der Freiwilligen Feuerwehr gleich zu Beginn des Einsatzes in sehr kurzer Zeit eine leistungsfähige Löschwasserversorgung von einem Hydranten am Brücker Mauspfad bis zur Brandstelle aufgebaut.
Die sehr stabile Dachkonstruktion, die an einigen Stellen durch die Feuerwehr geöffnet werden konnte, und der dicke, teils mehrlagige Dachaufbau erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Trotzdem konnte verhindert werden, dass die Flammen auch auf den etwa 40 Meter langen größeren Schenkel des L-förmigen Gebäudes sowie auf ein in nur etwa vier Metern Entfernung gelegenes zweites Gebäude übergriffen. Auch konnten die Flammen von einem Heizöltank in dem brennenden Gebäude fern gehalten werden. Allerdings sind noch über einen längeren Zeitraum Nachlöscharbeiten in dem Gebäude notwendig.
Von dem Brand waren insgesamt sieben Personen, die sich in den Gebäuden aufhielten, betroffen. Durch den Notarzt und die Rettungsassistenten von einem Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Rettungswagen wurden alle untersucht. Es musste jedoch niemand behandelt oder in ein Krankenhaus befördert werden.
Die fünfköpfige Familie, darunter ein sechsmonatiger Säugling, deren Wohnung durch den Brand nicht mehr bewohnbar ist, kam bei Verwandten in Köln unter. Mehrere Kleintiere der Familie wurden durch den Gerätewagen-Tiertransport der Feuerwache Ostheim zum Tierheim Dellbrück gebracht.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurden in Windrichtung mit drei Messfahrzeugen der Löschgruppen Flittard und Ensen der Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung des Einsatzabschnittsleiters Umwelt in den Ortsteilen Brück und Heumar Messungen auf verschiedene Brandgase durchgeführt. Messwerte oberhalb der Nachweisgrenze wurden nicht erhalten.
Während des Einsatzes mussten der Brücker und Rather Mauspfad teilweise voll gesperrt werden.
Die Feuerwachen Ostheim, Mülheim und Porz wurden durch Löschfahrzeuge der Löschgruppen Heumar, Holweide und Urbach der Freiwilligen Feuerwehr mit insgesamt 35 Einsatzkräften besetzt.
Im Einsatz am Brücker Mauspfad waren 70 Einsatzkräfte mit 25 Einsatzfahrzeugen von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr (Löschgruppen Brück, Flittard, Ensen) sowie der Johanniter-Unfall-Hilfe.
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