EILINFOS: Großbrand in einem Papierrecycling Betrieb
Am 22. Februar 2010 um 04:57 Uhr, wurde die Leitstelle der Feuerwehr Köln über einen Brand eines Papierrecycling Betriebes in der Bernhard-Günther-Straße informiert. Die Alarmierung erfolgte über die Brandmeldeanlage des Betriebes.
Bei Eintreffen der ersten Feuerwehreinsatzkräfte, war weithin Feuerschein aus dem Dach einer etwa 65 Meter mal 25 Meter großen Recycling Halle erkennbar. Die Rauchentwicklung führte zeitweise zu einer Sichtbehinderung auf der nahe gelegenen Autobahn A1.
In der Halle brannten auf 2 Ebenen Papier, gepresste Papierballen sowie maschinelle Anlagenteile zur Papierverwertung. Aufgrund der schon weit fortgeschrittenen Brandausbreitung, löste die Feuerwehr schnell Großalarm aus. Mit 10 handgeführten Strahlrohren, einem Mittelschaumrohr und vier Wasserwerfern, davon zwei über Drehleitern sowie zwei mobilen Werfern, wurde der Brand innerhalb und außerhalb des Gebäudes bekämpft. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich schwierig und langwierig. Teile der maschinellen Recyclinganlagen waren einsturzgefährdet und mussten zum Teil geöffnet werden, um an die innen liegenden Glutnester zu gelangen. Auch die stark gepressten und dicht gelagerten Papierballen, waren nur wirksam mit Schaum und Netzmittel zu löschen.
Zur Brandbekämpfung eingesetzt waren die Löschzüge von den Feuerwachen der Stadtteile: Weidenpesch, Chorweiler, Ehrenfeld, Mülheim und der Innenstadt. Tatkräftig erfolgte dabei die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr aus den Ortsteilen: Fühlingen, Worringen, Merkenich, Langel-Rheinkassel, Esch, Brück, Dellbrück, Strunden, Rodenkirchen, Urbach, Wahn und Zündorf.
Für Sonderaufgaben wurden: Umweltschutz-Dienst und Fernmelde-Dienst der Freiwilligen Feuerwehr und Löschgruppen aus den Ortsteilen Ensen und Flittard eingesetzt. Weiterhin der Rettungsdienst sowie der Einsatzführungsdienst.
Ausgleichend erfolgte die Besetzung der verwaisten Feuer- und Rettungswachen durch Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr.
(Unser SW beim Aufbau der Wasserversorgung (2 parallele A-Leitungen über knapp 1.000 Meter)
Die Löschgruppe Brück wurde um 05:48 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Feuer 3“ alarmiert. Das LF-Brück-2 und der SW-Brück fuhren die Einsatzstelle an und verlegten dort eine Wasserversorgung über lange Wegestrecke (ca. 1 km). Das Messfahrzeug-Brück (MFZ-Brück) wurde im Einsatzabschnitt „Messen“ eingesetzt und führte Schadstoffmessungen in der Umgebung der Einsatzstelle durch. Nach der Alarmstufenerhöhung auf „Feuer 5-Großalarm“ wurde das LF-Brück-1 zur Wachbesetzung auf die Feuerwache 1 (Innenstadt) verlegt. Der Einsatz für die ehrenamtlichen Brücker Feuerwehrleute dauerte bis zum Nachmittag.